Einheit 1: Wunderbar gemacht – Psalm 139
Diese Einheit steht am Anfang eines Konfi-3-Kurses. Die Kinder sind noch nicht als Gruppe im Kontext von Konfi 3 zusammengetroffen. Deswegen steht zunächst das Kennenlernen im Vordergrund, und dies in mehrfacher Hinsicht: Die Kinder beginnen einander wahrzunehmen, sie lernen die verantwortlichen Personen kennen und erleben die Abläufe, die im Verlauf der Konfi 3 Zeit zu festen Ritualen werden, ein erstes Mal.
Im Hinblick auf das Anfangs- und Abschlussritual ist hierbei wichtig, dass den Kindern die einzelnen Schritte nahegebracht werden. Die wenigsten Kinder sind heute noch mit dem gemeinsamen Gebet bzw. den Worten des Vater Unser vertraut. Hier ist es wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass dies kein Defizit ist, sondern dass sie durch das gemeinsame Gebet, das gemeinsame Tun, mehr und mehr Sicherheit gewinnen werden.
Die hier genannten Kennenlernspiele dienen der gegenseitigen Wahrnehmung und der Festigung der Namenskenntnis. Hauptfokus der Einheit ist es, mit den Kindern eine Haltung der gegenseitigen Wertschätzung einzuüben und diese als eine Grundlage der Konfi-3-Treffen zu verankern. Diese gegenseitige Wertschätzung wird gespeist aus der Betrachtung jedes*r Einzelnen als Geschöpf und Geschenk Gottes. Deswegen folgt nach dem ersten Teil der gemeinsamen Spiele zunächst ein Teil, in dem die Kinder sich differenzierter mit sich auseinandersetzen. Es geht um Stärken und Schwächen, um Freude und Trauer und um die Dinge, die die Kinder gerne machen. Wichtig hierbei ist, dass die Kinder sich in der Gesamtheit wahrnehmen: Allen in der Gruppe fallen manche Dinge leicht und anderes schwer. In einer gemeinsamen Betrachtung der hergestellten Ich-Bilder wird dies herausgearbeitet.
Mit der Geschichte „Lunas schlechter Tag“ werden die Kinder hineingenommen in die Perspektive, dass jeder Mensch ein Geschenk Gottes ist. Der Vers aus Psalm 139 „Ich danke dir, Gott, dass ich wunderbar gemacht bin.“ ist hierbei der zentrale biblische Bezug.
Im abschließenden Schritt bringen die Kinder sich selbst mit ihren Fähigkeiten und Schwierigkeiten, mit ihren Gefühlen und ihren Leidenschaften in Beziehung zu den Worten aus dem Psalm139.