Einheit 12: Du verwandelst meine Trauer – Tod und Auferstehung Jesu
„Du verwandelst meine Trauer in Freude“ – die Überschrift macht bereits deutlich, worum es in dieser Einheit im Wesentlichen gehen soll: Die Auferstehung Jesu soll von Kindern als ein alles verändernder Moment wahrgenommen werden.
Der Glaube an die Auferstehung Jesu ist für Kinder nicht so ohne weiteres nachzuvollziehen. Wie soll ein Mensch leben, wenn er doch tot ist? Gerade Grundschulkinder, die sich mit der Bedeutung der Endlichkeit des Todes anfangen auseinanderzusetzen, kommen hierbei schnell an ihre Grenzen. Um mit Kindern über Auferstehung zu sprechen, müssen sie sich mit der Frage nach dem Tod und der Bedeutung für das eigene Leben beschäftigt haben. Denn erst dann können die Kinder die befreiende Hoffnung durch die Auferstehung Christi wahrnehmen, als die „Tat Gottes gegen die Logik des Todes.“[1]
Deswegen bereitet die Einheit „Tod und dann?“ die Arbeit mit dieser Einheit vor. Es geht in dieser Einheit darum, den Kindern einen emotionalen Zugang zu den Konsequenzen der Auferstehung Christi zu ermöglichen. Deswegen wird in einem ersten Schritt an den Lebenserfahrungen der Kinder angeknüpft. Die Kinder erinnern sich an eine schwierige Situation und wie sie gelöst wurde. Ein Knotenknäul, das die Kinder auflösen sollen, soll diesen Vorgang versinnbildlichen. Gleichzeitig werden die Gefühle der Kinder, die sie mit dem Lösen der Situation verbinden, mit Adjektiven benannt.[2]
In einem nächsten Schritt wird den Kindern von Jesu Passion und Auferstehung erzählt. Mit Hilfe eines Bodenbildes werden die Kinder in die emotionalen Ereignisse hineingenommen. Der unglaubliche Schritt von der Traurigkeit am Karfreitag zur Freude am Ostersonntag wird ihnen auf einer symbolischen Ebene vor Augen geführt.
Die Auferstehung Jesu wird hierbei gedeutet als eine Erfahrung der Frauen am Grab, die ihr Leben verändert hat und bis heute als Grund der Hoffnung über den Tod hinaus verstanden wird. Sie hat Konsequenzen für die Jünger und Jüngerinnen und auch für uns. Die abschließend ausgelegten Strahlen im Bodenbild verdeutlichen diese Dimension. Die ausliegenden Adjektive aus dem ersten Schritt erleichtern hierbei den Schritt zu einer Symbolisierung eigener Emotionen in einem christlichen Deutungskontext.
Die Kinder können der Botschaft von der Verwandlung der Traurigkeit in Freude zu Ostern in einem letzten Schritt durch ein Kratzbild Ausdruck verleihen.