Einheit 5: Gottvertrauen – Psalm 23
Psalm 23 gehört nach wie vor zu den bekanntesten Psalmen. In Bildern aus der Lebenswelt zur Zeit des Alten Testamentes wird vom Vertrauen auf Gott erzählt: von den Höhen und Tiefen eines (Lebens-) Weges und von der Begleitung durch Gott in allen Phasen des Lebens. Die benutzten Bilder sind Kindern heute nur sehr bedingt vertraut. Viele Kinder haben noch keinen Schäfer und seine Schafsherde gesehen, manche Kinder haben vielleicht schon einmal mit ihren Eltern eine Wanderung in den Bergen gemacht. Doch die Gefühle, die hinter den einzelnen Bildern stehen, kennen die Kinder: behütet zu sein, Angst zu haben, glücklich zu sein, zu vertrauen, sich durch Halt stark zu fühlen.
Der Psalm 23 ist überschrieben mit den Worten: Ein Psalm Davids. Und in der biblischen Erzählung von der Salbung Davids durch Samuel lesen wir im 1. Buch Samuel im Kapitel 16, dass Samuel schließlich nach dem jüngsten Sohn, nach David fragt, und zur Antwort erhält: David hütet gerade die Schafe. Die Geschichte vom Hirtenjungen David, die hier erzählt wird, nimmt den biblischen Anhaltspunkt aus dem 1. Buch Samuel auf und breitet zugleich alle Erlebnisse und Gefühle, die in Psalm 23 in Bildern beschrieben werden, in einer Erzählung aus. Den Kindern wird so ermöglicht, sich in den Hirtenjungen David hineinzuversetzen, alle seine Erlebnisse mitzuerleben und seine wechselnden Gefühle mit ihm zu durchleben. Im anschließenden Gebet des Psalms 23 können die Kinder die Bilder mit ihren in der Geschichte erlebten Gefühlen hinterlegen.
Durch Vertrauensspiele zu Beginn erleben die Kinder etwas über ihr eigenes Vertrauen. Mit Hilfe der Erzählung vom Hirtenjungen David erfahren sie etwas von Gottvertrauen, das David begleitet. Anschließend werden die Bibelverse ausgelegt und durch die beigelegten einzelnen Worte nochmals elementarisiert. Aus der Vielzahl der Bilder können die Kinder sich dann einen Bibelvers heraussuchen und das beschriebene Symbol durch ein eigenes gemaltes Bild visualisieren.
Mit der Einführung des Proviantbeutels, in die David noch seinen unsichtbaren Proviant legt, soll den Kindern ermöglicht werden, Gottvertrauen als etwas nicht Sichtbares, aber dennoch Anwesendes zu erkennen. In der anschließenden Vorbereitung auf den Segen Gottes soll durch die Übung des Handauflegens und Wegnehmens das Erleben der unsichtbaren Anwesenheit Gottes vertieft werden.